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Hunderettung Rumänien

Update Rumänien 2011
Hunderettung Nitra

Hilfsfahrt Rumänien Juli 2011 - Dank Ihrer Hilfe konnten wir viel erreichen...

Oana mit drei ihrer Schützlinge...

Eine Woche ist vorbei. Viel haben wir erlebt, gesehen und erreicht. Hier ein kurzer Überblick zu unserer aktuellen Hilfsfahrt. Erinnern Sie sich an das Skandal-Tierheim in Slatina, das wir gemeinsam mit Respektiere aufgedeckt und geschlossen haben? Es wurde wieder eröffnet und wird nun privat geführt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht... Aber dazu später mehr! In Rumänien gibt es immer noch tausende Arbeitspferde. Was diese Tiere leisten ist unglaublich. Sie werden behandelt wie Maschinen! Viele von ihnen sind abgemagert oder verletzt. Einen Tierarzt oder Hufschmied haben die meisten Tiere noch nie gesehen. Hier müssen wir handeln... (Dazu in einigen Tagen mehr)! Wieder waren wir auf unserer Reise in den Abendnachrichten in ganz Rumänien zu sehen, als wir einen Zirkusskandal aufgedeckt haben... In unserem Partnertierheim in Craiova sind so viele Hunde wie noch nie. Viele davon hat Oana in letzter Sekunde gerettet... Aber lassen Sie mich von Anfang an berichten.

Der LKW Randvoll kurz vor der Abfahrt!

Unsere Reise beginnt am Sonntag um 7 Uhr, die letzten Vorbereitungen und dann noch einmal zum Sternenhof in Pocking, eine sehr tierliebe Familie will uns noch etwas auf die Reise mitgeben... Wir sind gespannt! Was wir dann erhalten ist schier unglaublich. Eine Tankkarte mit der wir kostenlos tanken dürfen und 1000,- € für die Hunde in Rumänien! Wir sind sprachlos und brechen auf. In der Nähe von Wien treffen wir uns dann mit Respektiere. Gemeinsam stehen nun noch ca. 1500 km vor uns.

Unser erster Zwischenstopp ist wie immer in Temisuara. Ein Kinderheim, Frauenhaus und Obdachlosenhaus. Wir packen bei unseren Fahren auch immer noch leichtere Sachen wie Kleidung, Spielsachen und Hygiene-Artikel in unser Fahrzeug und bringen so doppelte Freude nach Rumänien...

Im Tierheim

Am Montagabend erreichen wir dann unser Ziel - Craiova. Wir werden sehnsüchtig erwartet, es ist kaum mehr Futter für die Hunde vorhanden und unsere Hilfe und Erfahrung in einem anderen staatlichen „Skandaltierheim" wird dringend benötigt. Wir laden am Abend noch das Hundefutter und die Medikamente aus, da wir am nächsten Tag keine Zeit verlieren möchten. Danach besprechen wir noch was für die nächsten Tage alles geplant ist. Und wie immer ist die Zeit zu kurz... Denn schon am nächsten Morgen kommt der erste unerwartete Anruf. Ein Hund liegt verletzt in einem Industriegebiet! Sofort starten wir los. Als wir ankommen liegt Brutus blutend am Boden, er hat an seinem Hinterbein einen offenen Bruch. Schnell verladen wir ihn und fahren sofort zu unserem Tierarzt, wo er nur wenig später operiert wird. Die Verletzung ist sehr schwer, wir bleiben bei der OP dabei denn wir wollen wissen wie es Brutus geht! Nach zwei Stunden erwacht er mit mehreren Schrauben in seinem Bein. Er wird sich die nächsten Tage gut erholen...

Brutus wie wir ihn auf der Straße gefunden haben und dann auf dem OP-Tisch

Etwas verspätet fahren wir nun ins Tierheim. So viele Hunde wie noch nie blicken uns in die Augen. Viele von ihnen haben nicht viel Gutes erlebt. Wir sind froh als wir sehen mit welchem Vertrauen die Hunde zu Oana gehen. Es ist eine Beziehung, die uns glücklich macht und Hoffnung für die Zukunft gibt! Hier ist ein Ort des Friedens. Jedoch müssen wir auch sehen, dass das Heim aus allen Nähten platzt. Wir müssen handeln. So kann es nicht weiter gehen. Unbedingt brauchen wir mehr Platz für die Hunde. Es gibt nicht viele Möglichkeiten das Areal ist nicht sehr groß. So beschließen wir im Freien mehrere große Hundezwinger zu kaufen und die bestehenden alten Aussenboxen durch neue geräumige Zwinger zu ersetzen, in welchen mehr Hunde Platz haben. All diese Umbauten sind nur Dank der Hilfe unserer Spender möglich.

Auf das Gelände links werden wir in den nächsten Wochen mehrere Zwinger (wie das Muster rechts) bauen.

Und so entsteht in den nächsten Wochen eine Anlage mit neuen Zwingern vor dem Heim, damit wir noch mehr Hunde aufnehmen können. Die Hohe Anzahl von Hunden benötigt sehr viel Futter und so müssen wir auch vor Ort noch einmal Hundefutter kaufen damit Oana die Wochen bis zu unserem nächsten Besuch durchkommt. In den nächsten Wochen steht viel auf dem Programm. Alle neuen Hunde müssen kastriert werden und auch in Craiova wollen wir ein Kastrationsprogramm starten (die Kastration eines Hundes kostet ca. 20,- €). Hier kommen viele Investitionskosten in den nächsten Wochen auf uns zu. Die Situation für die Straßenhunde in Rumänien hat sich nicht geändert. Die Regierung ist für drei Monate in Sommerpause! Das Parlament diskutiert seit Monaten über die Zukunft der Straßenhunde und kommt zu keinem Ergebnis. Einige Abgeordnete möchten Erreichen dass man die Tiere wieder legal töten darf und will das Gesetz, das seit 2008 in Kraft ist und das Töten von Straßenhunden verbietet, mit aller Macht kippen. Wir werden versuchen dies zu verhindert! (Bitte unterschreiben Sie weiterhin unser Protestemail für die Hunde hier klicken, über 20.000 Menschen beteiligten sich bereits an unserem Protest!)

Die Zirkusstory!

Am Nachmittag fahren wir zu einem Zirkus der in der Stadt gastiert, hier soll es skandalös zugehen...

Wir machen Fotos und kaufen Eintrittskarten und besuchen die Abendvorstellung um uns selbst ein Bild zu machen. Mit versteckter Kamera filmen wir die Vorstellung und besuchen die Tiershow.

Kurz nach der Pause werden wir entdeckt und aus dem Zelt geschmissen! Das Filmen und Fotografieren ist im Zirkus verboten. Warum wohl? Wir bitten Oana und Aurelie das Veterinäramt und die Presse zu informieren. Und am nächsten Morgen staunen wir nicht schlecht, am Treffpunkt vor dem Zirkus sind 4 Kamerateams mehrere Zeitungen und Radiostationen, die über unsere Aktivitäten berichten möchten. Mit uns sind das Veterinäramt und die Polizei gekommen.

        

links: Großes Medieninteresse             rechtes: Elefant in Ketten...

Die Elefanten sind in Ketten gelegt, zur Bewegungslosigkeit verdammt. Sie stehen auf einem Platz und können sich nicht vor oder zurück bewegen. Verhaltenstörungen zeigen sich deutlich durch Weben des Kopfes. Die Tiger haben nicht wie es das europäische Gesetz für Zirkustiere vorschreibt einen Auslauf, sie sitzen in ihren wenigen Quadratmeter großen Käfigen Tag ein Tag aus. Ein Nilpferd sieht sehr schlecht aus. Es war nicht mehr in der Lage in die Vorstellung zu gehen...

Das Nilpferd zu schwach um aufzustehen!

Es wurde einfach die Nächste Nummer gezeigt. Und bei der Vorstellung verweigerte ein Pferd auf den Hinterbeinen zu gehen, es wurde brutal mit einem Stock auf die Nase geschlagen, so dass wir nur sehr schwer zusehen konnten... Das Tier im Zirkus MUSS funktionieren, tut es dies nicht, ist es nichts wert! Tiere im Zirkus erleiden ständig Stress und Pein. Das ständige Transportieren und die Vorstellungen sind mit extremen Leid verbunden. Deshalb hat Österreich als eines der ersten Ländern Tiershows mit Wildtieren aus Gründen des Tierschutzes generell verboten. Wir fordern ein generelles Verbot für Wildtiere in ganz Europa! Zur besten Sendezeit sind wir dann am Abend in den Abendnachrichten in ganz Rumänien zu sehen (hier klicken um das Video zu sehen) und sprechen über die Zustände für Tiere in Zirkussen. Der Zirkus hat keine Genehmigung von der Stadt für die Vorstellung erhalten und der Veterinär vor Ort notiert sich einige Punkte auf seinem Zettel über die Tierhaltung. Welche Strafe er später erhält, wird sich zeigen... Was wir jedoch schon jetzt erreicht haben ist eine Diskussion in Rumänien, ob die Wildtierhaltung im Zirkus noch zeitgemäß ist! Nur so kann ein Fortschritt beginnen.

Das Todeslager Slatina in neuem Glanz!

Das Todeslager „Slatina" steht auch auf unserem Programm und so beschließen wir nach erfolgreicher „Zirkusgeschichte" uns wieder einmal ein Bild vom Geschehen vor Ort zu machen. Das Wichtigste an Veränderungen ist, dass man dran bleibt und nicht locker lässt. Nur so ist es uns gelungen das Todeslager zu schließen. Damit es nie wieder soweit kommen wird, dass sich die Hunde gegenseitig auffressen da sie kein Wasser oder Futter haben, fahren wir immer wieder unangemeldet zum Ort des Geschehens... Was uns jedoch heute erwartet zeigt wie wichtig die Arbeit im Ausland ist!

vor einem Jahr bei unserem ersten Besuch!

links: Vor einem Jahr... rechts: sehen Sie eines von mehreren Gebäuden heute wie es umgebaut wurde 

Sie erinnern sich: Noch vor einem Jahr eine Vielzahl verhungerter, toter und kranker Hunde in den Zwingern. Auf dem gesamten Gelände vergrabene und vom Regen freigespühlte Leichenteile von Hunden. Durch die großartige Zusammenarbeit mit Respektiere ist es uns gelungen das staatliche Heim zu schließen. Dann erfuhren wir dass das Heim wieder eröffnen wird! Aber unter neuer Leitung. Und ja wir können stolz auf unsere Arbeit sein. Das Heim präsentiert sich heute als Vorzeigeheim für ausländische Tierheime. Wir kamen unangemeldet und was wir gesehen haben hat uns Freudentränen in die Augen gedrückt! Die Hunde sind in kleineren Gruppen untergebracht alle Tiere sind in einem guten Zustand. Kein Hund sieht abgemagert aus. In allen Zwingern sind volle Wasser- und Futterschüsseln vorhanden! Nach unserer Inspektion vor Ort haben wir uns noch mit dem neuen Betreiber zusammengesetzt und die ersten Entscheidungen für eine künftige Zusammenarbeit getroffen. Unsere erste Futterspende haben wir schon vor Ort gelassen! Wir werden bei unserer nächsten Hilfsfahrt wieder kommen...Unsere Hilfe und Erfahrung in einem Tierheim zwei Stunden von Craiova wird dringend benötigt! Tierschützer haben uns um Hilfe gebeten...

Tierschützer aus der Gegend haben erfahren dass wir in Rumänien sind und haben uns um Hilfe gebeten. Es geht um ein staatliches Tierheim, dass Tiere töten soll... Wir sagen unsere Hilfe zu und machen uns auf den Weg. Die Tierschützer haben von unserem Einsatz in Slatina gehört und möchten, dass wir ihnen helfen damit auch in diesem Tierheim keine Hunde mehr getötet werden. So brechen wir am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes auf und einige Stunden später treffen wir uns am ausgemachten Treffpunkt. Als erstes berichten Sie uns von den Zuständen. Es wäre immer die gleiche Anzahl von Hunden in den Zwingern, obwohl jeden Abend die Hundefänger Tiere aus der Stadt einfangen würden... Im Heim seien aber immer nur die gleichen Hunde. Wir fahren zum zuständigen Amtstierarzt und bitten ihn mit uns zum Heim zu fahren. Doch es ist nur die Sekretärin da, der Veterinär ist auf Außendienst und besucht eine Kuhfarm. Telefonisch lässt er uns wissen, dass er erst vor einigen Tagen im Tierheim war und dort alles in Ordnung sei! Also brechen wir ohne ihn auf, und statten dem Heim einen Besuch ab. Es sind ca. 200 Hunde in dem Heim. In den Zwingern sind Wasserschüsseln. Diese sind jedoch leer. Einige Tiere sind verletzt, und zu allem Überfluss finden wir eine Mutter mit gerade neugeborenen Welpen auf kaltem Betonboden...

im roten Kreis sehen sie gerade neu geboren Welpen

Ein Hund hat einen starken Hautauschlag und ist blutig gekratzt. Als erstes nehmen wir den Wasserschlauch und füllen alle Hundenäpfe mit frischem Wasser.

links: Olivio füllt die leeren Wasserschüsseln auf. rechts:  Toter Welpe in einer Mülltonne.

Danach beginnt die Dokumentation mit Fotoapparat und Videokamera als Beweis für spätere Maßnahmen. Anschließend besprechen wir uns mit den Tierschützern, die uns um Hilfe gebeten haben und Aurelia aus Craiova, die mit uns gekommen ist unser weiteres Vorgehen. Es gibt Beweise, dass Hunde gefangen werden und diese aber nie das Tierheim erreichen... Wir sagen unsere Hilfe zu, den Misstand an die Öffentlichkeit zu bringen und rechtlich und mit der Presse gegen das Heim vorgehen. Aurelia wird den Tierschützern in Rumänien vor Ort helfen, wir werden von Deutschland aus koordinieren.

Der letzte Tag...


Es ist sehr heiß in Rumänien, tagsüber um die 40 C° und so beschließen wir nicht wie geplant am Vormittag zu fahren sondern die späteren Stunden in der Nacht zu nutzen, da wir wieder 21 Lebewesen mitnehmen, die in eine neue Zukunft reisen dürfen... Und so starten wir um 23 Uhr Richtung Heimat mit dem guten Gefühl dort geholfen zu haben, wo Hilfe dringend nötig ist und voller Tatendrang, um weiterhin für diese Tiere da sein zu können.

Welpen auf der Straße - Leben im Müll!

Natürlich kosten derartige Projekte aber auch viel Geld. Bitte helfen Sie uns den Hunden in Rumänien zu helfen! Werden Sie Teil des Projektes „Hilfe für Straßenhunde"!

Spenden Sie bitte mit dem Verwendungszweck: „Hilfe für Straßenhunde"
Spendenkonto Deutschland: Sparkasse Passau; Kto. 9077397; BLZ 740 500 00
Spendenkonto Österreich: Sparkasse Oberösterreich; Kto. 32102485567; BLZ 20320
IBAN: DE39740500000009077397; BIC/SWIFT: BYLADEM1PAS


Vielen Dank

Erwin Denkmayr

 



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